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2 Jahre Studium + Vollzeit-Selbstständigkeit - ein Mental Health Check-in

Ein komplettes Masterstudium neben seiner Vollzeit-Selbstständigkeit durchzuziehen verlangt einem Einiges ab. Darauf hatte ich mich auch im Vorfeld eingestellt und trotzdem muss ich nach 2 Jahren sagen, so hätte ich mir das nicht erwartet.


Disclaimer: Du liest hier einen sehr subjektiven Erfahrungsbericht. Ich habe einen weiteren Artikel geschrieben, in dem du ein objektives Fazit meines Content-Strategie-Studiums bekommst.


Ein Foto von Anna Turner und ihrem Hund Abby beim Arbeiten und Kuscheln auf der Couch

Wer braucht schon Freizeit?

Als Selbstständige kann ich mir meine Zeit zwar frei einteilen, das bedeutet aber nicht, dass ich deshalb weniger arbeite, im Gegenteil. Immer wieder erlebe ich 10-Stunden-Tage oder Wochenenden, an denen ich mir nicht frei nehmen kann, das war auch schon vor dem Studium so.


Mit dem zeitlichen Mehraufwand durch das Studium hat sich das Ganze ins Unermessliche gesteigert. Ich habe teilweise wochenlang durch gearbeitet und hatte kaum freie Tage, die ich wirklich genießen konnte. Mein Energielevel war teilweise so niedrig, dass ich abends nichts anderes tun konnte als auf der Couch zu liegen und irgendwelche schwachsinnigen Sendungen auf Netflix zu bingen. Nicht weil es mir Spaß macht, nicht weil ich das tun wollte, sondern weil ich nichts anderes tun konnte.


Darüber hab ich übrigens schon im Mai 2023 im Podcast Freundin im Ohr gesprochen. Im Gespräch mit Annette Mühle erzähle ich, wie ich aktuell versuche, wieder mehr Balance zwischen Beruflichem und Freizeit zu schaffen, weil ich gemerkt habe, dass mir sonst die Energie ausgeht.



Die mangelnde Freizeit konnte ich vor allem in den Wintermonaten noch besser wegstecken. Mal ehrlich, wer möchte im Wiener Winter schon irgendetwas erleben? Nachdem ich aber mittlerweile den zweiten ereignislosen Sommer vor mir habe, da ich meine Masterarbeit schreiben darf, frage ich mich: „wer braucht schon Freizeit?”



Egal wie strukturiert du arbeitest, die Überforderung kommt trotzdem

Nun könnte man meinen, dass es sicher halb so schlimm war. Vielleicht hab ich mir nur meine Zeit schlecht eingeteilt. Tatsächlich hat man diese Freiheit in einem FH-Studium gar nicht, da es übers Jahr verteilt Deadlines gibt, die eingehalten werden müssen. Unterm Semester arbeitet man meistens an Gruppenarbeiten für verschiedene Kurse, in der vorlesungsfreien Zeit an eigenen Projektarbeiten. Hält man einmal eine Deadline nicht ein, zieht sich alles weitere auch in die Länge. Das ist mir genau so bei meiner zweiten Projektarbeit passiert, die ich erst beim zweiten Termin abgeben konnte, der schon mitten im darauffolgenden Semester lag.


Ich würde außerdem von mir behaupten, dass ich ziemlich strukturiert arbeite. Trotzdem sind die Energiereserven irgendwann aufgebraucht, vor allem wenn man seine einzigen Urlaubswochen im Jahr damit verbringt, von 9:00 Uhr früh bis 18:00 abends in Vorlesungen zu sitzen.


Zwei Fotos im Polaroid-Stil. Einmal beim farblichen Sortieren von M&Ms im Hörsaal, einmal von Anna Turner mit Hund Veena im Hörsaal

So ein berufsbegleitendes Studium ist kein Zuckerschlecken. Und trotzdem hat es teilweise richtig viel Spaß gemacht.


Besonders die Zeit mit meinen Kolleg:innen möchte ich auf keinen Fall missen. Und manchmal waren auch die Vorlesungen ganz süß, z.B.als wir in Madi Wieland Solomons Kurs M&Ms nach Farbe, Größe und Geschmack sortieren mussten. Das eine oder andere ist komischerweise ganz spurlos verschwunden. Oder meine neue FH-Buddy Veena, die uns am letzten Präsenzwochenende den Tag erheitert hat.


Alles in allem würde ich auf jeden Fall wieder studieren. Allerdings würde ich mich davor dahingehend darauf vorbereiten, dass ich bei der Arbeit kürzer treten würde, wie das auch viele meiner Kolleg:innen getan haben. Die finanziellen Einbußen nimmt man für eine Zeit lang schließlich gerne in den Kauf, wenn das bedeutet, dass man wieder mehr Zeit für sich gewinnt.


Ab September ist es dann aber offiziell vorbei und ich freue mich, dass mein Leben wieder aus anderen Themen als Content Strategie besteht. So sehr ich dieses Feld auch liebe.


Danke fürs Lesen und hab einen entspannten Sommer (hoffentlich ohne Masterarbeit). 🏝️


Anna Turner Unterschrift

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Hi, ich bin Anna.

Ich bin Content-Marketing Strategin, Autorin und stolze Solopreneurin. Auf diesem Blog teile ich spannende Insights und praktische Marketing-Tipps für Solo-Selbstständige.

Viel Spaß beim Lesen!

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